Donnerstag, 13. August 2009

Let's Talk now!

Baham ist eine Sache, Bamenda eine ganz andere.

Zusammen mit meiner Organisation möchte ich mit den Spendengeldern die Produktion des monatlichen Magazins "Let's Talk" (wieder) ankurbeln. Das Magazin wurde schon einmal vom Youth Outreach Programme von 2005 bis 2007 produziert und in insgesamt 4 Regionen Kameruns verteilt (auf Französisch und Englisch). Leider gingen vor 2 Jahren die Gelder aus und die Produktion musste eingestellt werden.
Themen wie Sexualität (vor allem HIV und AIDS) und Pubertät, die weiterhin Tabuthemen in der kamerunischen Gesellschaft und vor allem in den Familien zu Hause sind, werden durch "Let's Talk" offen zur Diskussion gestellt und Informationen über HIV oder Menstruation (um nur Beispiele zu nennen) frei zugänglich für Grundschulkinder zwischen 8 - 12 Jahren. Die Mittel des Konzerts für dieses Projekt betragen ca. 620 000 CFA (umgerechnet knapp 960 €) und tragen die Produktions- und Verteilungskosten für 9 Monate, also ein ganzes Schuljahr, in dem das Magazin monatlich an rund 10 Grundschulen des Nordwestens und an weiteren 10 Grundschulen des ebenfalls englischsprachigen Südwestens verteilt wird.
Verknüpft mit dem "Live Safe Play Safe" Projekt, in dessen Rahmen ich fast 9 Monate in Grundschulen Sexualkundeunterricht geleitet habe, kamen wir gestern mit einer Liste der zu behandelten Themen heraus. Hier die vorläufige (Änderungen sind noch möglich) "List of Content":
1. Caring for the Body (Körper und Körperpflege)
2. Malaria and TB (Malaria und Tuberkolose)
3. Puberty (Pubertät)
4. Menstruation and Wet Dreams (Menstruation und feuchte Träume)
5. HIV and AIDS I (Transmission and Prevention)(Übertragung und Prevention)
6. HIV and AIDS II (Stigmatisation and Living with AIDS) (Stigmatisierung und Leben mit AIDS)
7. Teenage Pregnancy (Schwangerschaft im Teenager Alter)
8. Decision Making and Drug Abuse(Entscheidungen und Drogenmissbrauch)
9. Gender and Sex Roles (Gender und Sexrollen)

Wir planen das Magazin im Oktober das erste Mal zu drucken und verantwortlich werden in erster Linie die Freiwilligen des Youth Outreach Programmes sein, die auch für das "Live Safe Play Safe" Projekt arbeiten, da sie in der Domäne "Fachkräfte" sind.
Weiterhin werden diese durch den neuen DED Freiwilligen, der mich ablöst, unterstützt und somit der Kontakt zu Deutschland aufrechterhalten.

Wie oben schon erwähnt kann das Spendengeld des Konzerts die Produktionskosten "nur" für ein Schuljahr tragen, daher habe ich lange überlegt, wie wir das Projekt nachhaltiger gestalten könnnen. Lea, die DED Freiwillige in Buea, hatte dann die geniale Idee doch nach Unterstützern in deutschen Lokalzeitungen zu suchen. Daraufhin habe ich mit Melinda, der australischen VSO (Volunteer Service Overseas) Freiwilligen in meiner Organisation, eine Informationsbroschüre über "Let's Talk" in Deutsch und Englisch entwickelt, die ich nun der Gießener Allgemeinen zukommen lassen habe. Noch warte ich auf eine Antwort, aber es wäre ein großer Schritt hin zu der erwünschten Nachhaltigkeit des "Let's Talk" Magazins.

So das waren die Neuigkeiten aus Bamenda. Bilder werden auch noch folgen. Unterstützung ist also immer noch gefragt hinsichtlich der Projekte, aber die unglaubliche Summe aus dem Spendenkonzert hilft doch allen vier Projekten immens diese voranzutreiben und zu unterstützen. Vielen Dank also nochmals an dieser Stelle allen Spendern und Helfern!

Bis demnächst,

Niels

Schweinezucht!

Hey Ihr Alle!

Nachdem ich Limbe und Buea besucht habe konzentrierte ich mich auf die anderen zwei Projekte, die wir mit dem Konzert unterstützen wollen. Das Eine ist eine "Income Generating Activity" im Zentrum für Kinder mit Behinderung in Baham, wo Nico arbeitet. Das Andere ist ein monatliches Magazin "Let's Talk" zu Themen wie Sexualität und Pubertät für Grundschulkinder im Alter von 8 - 12 Jahren, das ich mit Hilfe meiner Organisation, dem "Youth Outreach Programme" (YOP) produzieren möchte.

In Baham hat Nico nun die letzten Wochen mit einigen Mitarbeitern des Zentrums einen Plan aufgestellt, um die zentrumseigene Schweinezucht wieder aufleben und erweitern zu lassen. Mit den Mitteln des Konzerts (500 000 CFA = ca. 760 €) wird die Schweinezucht um einige Schweine vergrößert und die Futterversorgung nachhaltig garantiert werden. Die Zucht soll erstens das Zentrum selbst mit frischem Schweinefleisch versorgen, was maßgeblich zur Verbesserung der Nahrungsqualität für die Kinder beitragen würde. Zweitens sollen Schweine verkauft werden, um den daraus resultierenden Gewinn zur Verbesserung des Zentrums in Sachen der Gesundheits- und Nahrungsversorgung zu nutzen. Weiterhin plant Nico eine seiner Schülerinnen in einer Sekretärsausbildung zu unterstützen, die umgerechnet rund 50 € kostet. Mit dieser Ausbildung würde sie zunächst für das Zentrum arbeiten, um sich dann als ausgebildete Sekretärin einen "richtigen" Job zu suchen, der ihr hilft trotz ihrer Körperbehinderung finanziell unabhängig zu werden.

Bilder der Schweinezucht werden demnächst auf diesem Blog folgen, damit ihr auch alle mit eigenen Augen seht, was in Baham vor sich geht.

Montag, 10. August 2009

UAC und das Wasser...

Die Grundschule von UAC

Unten koennt ihr einen kleinen Eindruck bekommen, wie der Schulalltag in der Grundschule von UAC (“United Action for Children”) in Buea aussieht. Vor allem die fehlende Wasserversorgung kostet Zeit, Geld und Energie (auch der Kinder, wie man unten sieht…).

Die Wasserversorgung mit dem Bus

Blick auf die Schule

Die Jungen muessen mit anpacken...

Donnerstag, 6. August 2009

Sonntags Matinée im Kino Traumstern am 11.Oktober

Jeder der noch einmal den Film über unsere Projekte sehen möchte, sollte sich den 11. Oktober, einen Sonntag morgen freihalten.
Nähere Informationen in Kürze!

Robert und Niels

Limbe II

Unten seht ihr die Pilzzucht des "St Valentine" Waisenhaus, in der insgesamt im Laufe des Jahres ca. 120 kg Pilze gezüchtet werden sollen. Ich war sehr beeindruckt von der Technik, die Pilze zu züchten, als ich mit Janna das Waisenhaus besuchte.



Limbe, die Waisenhäuser

Die Schneckenfarm im "Save the Children Alliance" Waisenhaus in Limbe. In den Reifen werden die Schnecken gezüchtet, bis sie für den Verkauf bereit sind. Mit Janna begutachte ich die selbstgebaute Anlage.