Baham ist eine Sache, Bamenda eine ganz andere.
Zusammen mit meiner Organisation möchte ich mit den Spendengeldern die Produktion des monatlichen Magazins "Let's Talk" (wieder) ankurbeln. Das Magazin wurde schon einmal vom Youth Outreach Programme von 2005 bis 2007 produziert und in insgesamt 4 Regionen Kameruns verteilt (auf Französisch und Englisch). Leider gingen vor 2 Jahren die Gelder aus und die Produktion musste eingestellt werden.
Themen wie Sexualität (vor allem HIV und AIDS) und Pubertät, die weiterhin Tabuthemen in der kamerunischen Gesellschaft und vor allem in den Familien zu Hause sind, werden durch "Let's Talk" offen zur Diskussion gestellt und Informationen über HIV oder Menstruation (um nur Beispiele zu nennen) frei zugänglich für Grundschulkinder zwischen 8 - 12 Jahren. Die Mittel des Konzerts für dieses Projekt betragen ca. 620 000 CFA (umgerechnet knapp 960 €) und tragen die Produktions- und Verteilungskosten für 9 Monate, also ein ganzes Schuljahr, in dem das Magazin monatlich an rund 10 Grundschulen des Nordwestens und an weiteren 10 Grundschulen des ebenfalls englischsprachigen Südwestens verteilt wird.
Verknüpft mit dem "Live Safe Play Safe" Projekt, in dessen Rahmen ich fast 9 Monate in Grundschulen Sexualkundeunterricht geleitet habe, kamen wir gestern mit einer Liste der zu behandelten Themen heraus. Hier die vorläufige (Änderungen sind noch möglich) "List of Content":
1. Caring for the Body (Körper und Körperpflege)
2. Malaria and TB (Malaria und Tuberkolose)
3. Puberty (Pubertät)
4. Menstruation and Wet Dreams (Menstruation und feuchte Träume)
5. HIV and AIDS I (Transmission and Prevention)(Übertragung und Prevention)
6. HIV and AIDS II (Stigmatisation and Living with AIDS) (Stigmatisierung und Leben mit AIDS)
7. Teenage Pregnancy (Schwangerschaft im Teenager Alter)
8. Decision Making and Drug Abuse(Entscheidungen und Drogenmissbrauch)
9. Gender and Sex Roles (Gender und Sexrollen)
Wir planen das Magazin im Oktober das erste Mal zu drucken und verantwortlich werden in erster Linie die Freiwilligen des Youth Outreach Programmes sein, die auch für das "Live Safe Play Safe" Projekt arbeiten, da sie in der Domäne "Fachkräfte" sind.
Weiterhin werden diese durch den neuen DED Freiwilligen, der mich ablöst, unterstützt und somit der Kontakt zu Deutschland aufrechterhalten.
Wie oben schon erwähnt kann das Spendengeld des Konzerts die Produktionskosten "nur" für ein Schuljahr tragen, daher habe ich lange überlegt, wie wir das Projekt nachhaltiger gestalten könnnen. Lea, die DED Freiwillige in Buea, hatte dann die geniale Idee doch nach Unterstützern in deutschen Lokalzeitungen zu suchen. Daraufhin habe ich mit Melinda, der australischen VSO (Volunteer Service Overseas) Freiwilligen in meiner Organisation, eine Informationsbroschüre über "Let's Talk" in Deutsch und Englisch entwickelt, die ich nun der Gießener Allgemeinen zukommen lassen habe. Noch warte ich auf eine Antwort, aber es wäre ein großer Schritt hin zu der erwünschten Nachhaltigkeit des "Let's Talk" Magazins.
So das waren die Neuigkeiten aus Bamenda. Bilder werden auch noch folgen. Unterstützung ist also immer noch gefragt hinsichtlich der Projekte, aber die unglaubliche Summe aus dem Spendenkonzert hilft doch allen vier Projekten immens diese voranzutreiben und zu unterstützen. Vielen Dank also nochmals an dieser Stelle allen Spendern und Helfern!
Bis demnächst,
Niels
Donnerstag, 13. August 2009
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