Hey Ihr Alle!
Nach 6 Stunden Fahrt für 280 km (was mich mittlerweile nicht mehr wundert) bin ich Dienstag Nachmittag in Limbe angekommen, der zweiten Station meiner kleinen Reise, auf der ich die 3 Projekte, die außerhalb Bamendas liegen, filmen und so die Arbeit der Freiwilligen vor Ort dokumentieren möchte.
Am Dienstag morgen bin ich um 7 Uhr von Baham aufgebrochen, um mit dem Taxi zum Bafoussamer Busbahnhof zu fahren, von wo aus viele Busse nach Douala fahren. Wie so oft konnte ich mich vor Angeboten an Bussen kaum retten, die einem auch sehr direkt und aufdrängend angeboten werden. Mein Bus war ganz gut, leider musste ich auf der Fahrt erkennen, dass ich mir meinen Sitznachbarn nicht optimal ausgesucht hatte, nachdem sich sein kleines Kind auf meine Hose erbrochen hatte – naja that's life oder so. Von Douala musste ich dann in ein kleines sogenanntes „Buschtaxi“ umsteigen, das mich direkt nach Limbe bringen sollte. Die Fahrt war ruhig und ich hatte genug Zeit die schöne Landschaft auf der Strecke nach Limbe einzufangen.
Von meinen Erlebnissen in Baham motiviert wollte ich so schnell wie möglich anfangen mit dem Filmen in Limbe. Dort angekommen konnte ich mir gleich ein Bild von der Organisation machen, in der Janna arbeitet, eine DED-Freiwillige, die in der kleinen Organisation unter anderem das Waisenhausprojekt ausgearbeitet hatte, in dessen Rahmen wir 2 Waisenhäuser unterstützen wollen.
Ich konnte gute Aufnahmen des Büros machen, bevor ich mich dazu entschloss noch ein wenig die Stadt und den Verkehr einzufangen, bevor ich für den Tag Schluss machte. Auf der Straße kam ich spontan ins Gespräch mit zwei Taxifahrern, die mir ein wenig aus ihrem Leben erzählten. Mit einem Gehalt von 2000 CFA (umgerechnet 3,50 Euro) müssen sie, nach ihren Angaben, all ihre Kosten abdecken – man merkt es sonst nicht so direkt, aber die Armut in Kamerun ist schon erschreckend, da sie durch die breite Masse der Bevölkerung geht, was mir im Gespräch mit den Beiden wieder klar vor Augen geführt wurde.
Am nächsten Morgen hatte ich die Gelegenheit mit dem Koordinator der Organisation LUKMEF (Martin Luther King jr. Memorial Foundation) zu sprechen. Das Interview verlief gut und ich bekam einen guten Einblick in die Organisation, in deren Ziele und Aktivitäten. LUKMEF ist eine kleine Nicht-Regierungsorganisation aus Limbe, die sich vorrangig auf die Friedens- und Demokratieförderung und die nachhaltige Entwicklung konzentriert, aber auch Workshops zur Gleichbehandlung der Frau anbietet und nebenbei noch Computerkurse zur Verfügung stellt. Mir wurde klar, dass es schwer ist, die Arbeit der Organisation in wenigen Schlagwörtern festzuhalten. LUKMEF arbeitet schon seit vielen Jahren auch mit internationalen Freiwilligen zusammen, wie zum Beispiel Janna eine ist oder ihre Mitbewohnerin Gene aus den USA ein Beispiel darstellt. „Die Arbeit mit internationalen Freiwilligen erweitert unseren Horizont immens. Viele Projekte, auch aktuelle, wurden und werden von internationalen Freiwilligen geplant und durchgeführt, wofür wir sehr dankbar sind. Außerdem trägt der Austausch mit Freiwilligen aus aller Welt zum Bauen von kulturellen Brücken bei“, so der Direktor im Gespräch mit mir.
Am Nachmittag fuhren Janna und ich zu einem Waisenhaus, das wir mit dem Konzert unterstützen wollen. Das „Save the Children Alliance“ - Waisenhaus in einem kleinen Vorort von Limbe beherbergt 23 Kinder zwischen 3 Monaten und 14 Jahren. Es hat eine eigene kleine Kapelle, Küche, Schlafräume und einen Mehrzweckraum, in dem auch Nachhilfestunden stattfinden. Das Waisenhaus empfand ich als sehr einladend, wir bekamen eine kleine Tour durch die Einrichtung und die Kinder sangen sogar für uns, was richtig schön war. Mir wurde aber auch bewusst, dass es dem Waisenhaus an Mitteln fehlt, um z. B. die Wohnbedingungen der Kinder zu verbessern, die sich bis heute ein Bett zu zweit teilen müssen.
Janna hat ein Waisenhausprojekt auf die Beine gestellt, das durch gesammelte Gelder aus Deutschland finanziert werden soll und den Waisenhäusern in verschiedenen Bereichen helfen soll. Die erste Phase wird die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Kinder sein und die Verbesserung der Wohnbedingungen. So sollen alle Kinder im staatlichen Krankenhaus registriert werden, um eine bessere und zuverlässigere Behandlung möglich zu machen. Im „Save the Children Alliance“ - Waisenhaus soll darüber hinaus die Einrichtung verbessert werden, um eben die Lebensbedingungen der Kinder deutlich zu verbessern.
Im Gespräch mit der Direktorin des Waisenhauses wird deutlich, wo finanzielle Unterstützung, die vom Staat nicht gewährleistet wird, nötig ist. „Die Schlafräume sind viel zu klein. Wir planen unser Waisenhaus zu vergrößern, aber uns fehlen einfach die finanziellen Mittel“, erzählt die Direkorin Janna im Gespräch.
Mir wird deutlich, wie sinnvoll die Unterstützung des Waisenhauses wäre, wobei es wichtig ist, dass Janna und LUKMEF den Prozess in den Einrichtungen überwachen können.
Nach dem Besuch im Waisenhaus bereite ich schon meine Reise nach Buea vor, wo ich am nächsten Tag hinfahren werde. Das zweite Waisenhaus, das wir unterstützen wollen werden Janna und ich am Samstag morgen besuchen. Ich bin schon sehr gespannt, was uns dort vor Ort erwartet.
Seit Gestern bin ich also in Buea, wo ich Lea und Jannik, die zwei DED-Freiwilligen vor Ort, und ihre Organisation UAC (United Action for Children) besuchen werde. In diesem Rahmen werden wir die Grundschule der Organisation, in der beide Freiwilligen arbeiten, besuchen. Außerdem werde ich mit Gerald (dessen Reise und Beitrag zu diesem Film durch großzügige Spenden ermöglicht wurde. Vielen , vielen Dank hierfür nochmals!) die einzig englischsprachige Universität Kameruns besuchen, die mit 12 000 Studenten das Stadtbild Bueas prägt. Ich bin gespannt euch so schnell wie möglich neue Informationen über meine Reise zukommen zu lassen.
Vielen Dank nochmal an alle, die Robert und mich unterstützen. Einige der Spender, denen wir zu großem Dank verpflichtet sind, sind links auf diesem Blog aufgelistet.
Ich sag mal bis die Tage und wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Niels
Freitag, 27. Februar 2009
Donnerstag, 26. Februar 2009
Die Reise und das Filmen, Teil I
Hey Ihr Alle!
Am Samstag Nachmittag bin ich von Bamenda nach Baham aufgebrochen, um meine Tour zu beginnen, auf der ich eine kleine Dokumentation all der Projekte machen will, die wir mit dem Benefiz Konzert und darüber hinaus (durch diese Internetpräsenz und Email Verteiler) auf vielfältige Weise unterstützen möchten.
Die erste Station war also Baham, ein kleiner Ort mit ca. 4000 Einwohnern am Stadtrand von Bafoussam. Auch wenn ich „klein“ schreibe, heißt das nicht, dass Baham keine kilometerweite Ausdehnung aufweisen kann. Es ist unglaublich, wie weit sich Baham erstreckt, davon konnte ich mir selbst ein Bild machen.
In Baham arbeitet Nico Recknagel, genau wie ich DED-Freiwilliger und im September für ein Jahr in Kamerun angekommen. Seine Aufgaben übersteigen den Unterricht, den er morgens für einige Kinder hält um Vieles. Er ist eine Art Hausmeister und Verwalter zugleich, wenn der Direktor des Zentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mal gerade nicht da ist. Dieses Zentrum habe ich mir mal genauer angeschaut.
Am Samstag angekommen konnte ich den Rest des Wochenendes mir schon einen ersten Eindruck des Zentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderung (kurz und auf Französisch: CFRASH) machen. Die Einrichtung ist schlicht, aber hübsch und freundlich gestaltet. Ich konnte aber schon am ersten Tag sehen, dass für die Organisation des Zentrums viel Geld fehlt, vor allem hinsichtlich so notwendiger Dinge, wie das Essen oder die Unterbringung des Kinder/ Jugendlichen.
Am Montag morgen begann dann meine wirkliche Arbeit im Festhalten des Alltags im Zentrum. Der Tag begann mit einer sogenannten „Réunion“, also einem Zusammenkommen aller Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter, um zusammen zu singen, zu beten und sich gegenseitig zu erzählen, wie das Wochenende verlaufen ist und wo es vielleicht Probleme gibt. Falls es Probleme gab oder gibt werden diese in ein Abschlussgebet eingebaut. Auch wenn ich kein religiöser Mensch bin finde ich diese Geste sehr schön.
Danach gab Nico seinen allmorgendlichen Unterricht, den er vier Kindern mit unterschiedlichen Behinderungen gibt. Zwei der Kinder sind geistig behindert, einer gehörlos und einer körperbehindert. Es hört sich nicht nur schwierig an den Kindern lesen und schreiben einigermaßen beizubringen, es ist auch schwierig, davon konnte ich mir selbst ein Bild machen. Auch ich habe dann mal gegen Ende der Stunde versucht dem gehörlosen Kind, Boris, ein ziemlich intelligenter und aufgeweckter Junge, trotz seiner Verständigungsprobleme mit den anderen Kindern, Multiplikation beizubringen, was auch ansatzweise gut geklappt hat. =)
Danach hatten die Kinder ihr Frühstück, bestehend aus Baguette und Omelette, was schon sehr die Ausnahme ist, wie mir Nico später berichten soll. Nico und ich nutzen die Zeit danach, in der die Kinder und Jugendlichen in ihren Ateliers arbeiten (es gibt ein Atelier, wo Schmuck hergestellt wird und eins wo aus Bambus ganze Möbel von den behinderten Kindern und Jugendlichen angefertigt werden), um unser Interview auf einem Felsen mit unglaublicher Aussicht auf Baham und Umgebung zu machen. Er erzählt von seinen Erfahrungen bei der Arbeit und im alltäglichen Leben in Kamerun, von seinen Zukunftswünschen und den Vorstellungen, die er hat, was mit möglich gesammeltem Geld gemacht werden könnte. „Das Zentrum braucht Geld in jeder Hinsicht, einfach um zu funktionieren. Aber mein Hauptaugenmerk würde ich gerne auf die beiden gehörlosen Kinder, Boris und Rosine, legen, die im Zentrum wohnen. Ihnen den Besuch im Internat für Gehörlose (CERSOM) in Bafoussam zu ermöglichen wäre schon eine super Investition“, so Nico auf dem Felsen.
Nach dem Interview zeigt er mir noch Gebäude, die von CFRASH gebaut wurden, um eine Physiotherapiepraxis zu beherbergen, einerseits für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, andererseits aber auch autonom vom Zentrum als Praxis für die ganze Gemeinde. Das Gebäude sieht sehr gut ausgestattet aus und die Bauqualität ist wirklich gut. „Das einzige Problem ist, dass uns die professionellen Therapeuten fehlen“, so Nico.
Am Nachmittag habe ich ein Interview mit dem Direktor des Zentrums, der die Probleme, die Nico schon angesprochen hat, nochmal bestätigt. Er erzählt aus seinem Leben und vor allem davon, dass er sein gesamtes Erspartes in das Zentrum gesteckt hat, sodass ihm als Rente kaum mehr was übrig bleibt.
Ich rede mit ihm auch über Boris und Rosine und er sagt, dass er sehr glücklich wäre diesen beiden Kindern die Möglichkeit zu geben auf das Internat in Bafoussam zu gehen, da sie einfach lernen würden sich auszudrücken und ihre Isolation in der Gruppe abzulegen lernen.
Da das Zentrum nicht nur ein Atelier für Schmuck und Bambusverarbeitung unterhält, sondern auch ein Integrationsprojekt mitmacht, in dessen Rahmen die Kinder und Jugendlichen des Zentrums zusammen mit professionellen „Kaffeeauslesern“ Bio-Kaffee auslesen, der nach Deutschland exportiert wird. Am Nachmittag gucke ich mir die Auslese an und treffe zufällig den Initiator der ganzen Initiative. Er ist Kameruner, hat aber in Bremen studiert und vor ca. 5 Jahren mit einem deutschen Freund eine Initiative gegründet, die Kleinbauern in der Region um Baham hilft fair entlohnt zu werden, in dem jeder Beteiligte einen angemessenen Anteil am Gesamtprozess bekommt. Im Rahmen dieses Projekts werden eben auch die Behinderten in Nicos Zentrum einbezogen, aber auch Menschen mit Behinderung in Deutschland, wo der Kaffee geröstet, gemahlen und verpackt wird. Ich bin begeistert von der Idee und lasse mir den Kontakt der Firma in Bremen geben.
Am Ende des Tages mache ich noch einen kleinen Rundgang durch das Zentrum, bevor ich mich auf die Reise am nächsten Tag nach Limbé vorbereite. Der Besuch in Baham hat mir sehr viel neues gezeigt und ich hoffe die Aufnahmen sind meinem Eindruck des Zentrums entsprechend gut geworden.
Zumindestens in Baham bin ich mir sehr sicher, dass gesammelte Gelder für sehr gute Zwecke genutzt werden würden und das tut gut!
Beste Grüße mittlerweile aus Limbé und bis die Tage!
Niels
Am Samstag Nachmittag bin ich von Bamenda nach Baham aufgebrochen, um meine Tour zu beginnen, auf der ich eine kleine Dokumentation all der Projekte machen will, die wir mit dem Benefiz Konzert und darüber hinaus (durch diese Internetpräsenz und Email Verteiler) auf vielfältige Weise unterstützen möchten.
Die erste Station war also Baham, ein kleiner Ort mit ca. 4000 Einwohnern am Stadtrand von Bafoussam. Auch wenn ich „klein“ schreibe, heißt das nicht, dass Baham keine kilometerweite Ausdehnung aufweisen kann. Es ist unglaublich, wie weit sich Baham erstreckt, davon konnte ich mir selbst ein Bild machen.
In Baham arbeitet Nico Recknagel, genau wie ich DED-Freiwilliger und im September für ein Jahr in Kamerun angekommen. Seine Aufgaben übersteigen den Unterricht, den er morgens für einige Kinder hält um Vieles. Er ist eine Art Hausmeister und Verwalter zugleich, wenn der Direktor des Zentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mal gerade nicht da ist. Dieses Zentrum habe ich mir mal genauer angeschaut.
Am Samstag angekommen konnte ich den Rest des Wochenendes mir schon einen ersten Eindruck des Zentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderung (kurz und auf Französisch: CFRASH) machen. Die Einrichtung ist schlicht, aber hübsch und freundlich gestaltet. Ich konnte aber schon am ersten Tag sehen, dass für die Organisation des Zentrums viel Geld fehlt, vor allem hinsichtlich so notwendiger Dinge, wie das Essen oder die Unterbringung des Kinder/ Jugendlichen.
Am Montag morgen begann dann meine wirkliche Arbeit im Festhalten des Alltags im Zentrum. Der Tag begann mit einer sogenannten „Réunion“, also einem Zusammenkommen aller Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter, um zusammen zu singen, zu beten und sich gegenseitig zu erzählen, wie das Wochenende verlaufen ist und wo es vielleicht Probleme gibt. Falls es Probleme gab oder gibt werden diese in ein Abschlussgebet eingebaut. Auch wenn ich kein religiöser Mensch bin finde ich diese Geste sehr schön.
Danach gab Nico seinen allmorgendlichen Unterricht, den er vier Kindern mit unterschiedlichen Behinderungen gibt. Zwei der Kinder sind geistig behindert, einer gehörlos und einer körperbehindert. Es hört sich nicht nur schwierig an den Kindern lesen und schreiben einigermaßen beizubringen, es ist auch schwierig, davon konnte ich mir selbst ein Bild machen. Auch ich habe dann mal gegen Ende der Stunde versucht dem gehörlosen Kind, Boris, ein ziemlich intelligenter und aufgeweckter Junge, trotz seiner Verständigungsprobleme mit den anderen Kindern, Multiplikation beizubringen, was auch ansatzweise gut geklappt hat. =)
Danach hatten die Kinder ihr Frühstück, bestehend aus Baguette und Omelette, was schon sehr die Ausnahme ist, wie mir Nico später berichten soll. Nico und ich nutzen die Zeit danach, in der die Kinder und Jugendlichen in ihren Ateliers arbeiten (es gibt ein Atelier, wo Schmuck hergestellt wird und eins wo aus Bambus ganze Möbel von den behinderten Kindern und Jugendlichen angefertigt werden), um unser Interview auf einem Felsen mit unglaublicher Aussicht auf Baham und Umgebung zu machen. Er erzählt von seinen Erfahrungen bei der Arbeit und im alltäglichen Leben in Kamerun, von seinen Zukunftswünschen und den Vorstellungen, die er hat, was mit möglich gesammeltem Geld gemacht werden könnte. „Das Zentrum braucht Geld in jeder Hinsicht, einfach um zu funktionieren. Aber mein Hauptaugenmerk würde ich gerne auf die beiden gehörlosen Kinder, Boris und Rosine, legen, die im Zentrum wohnen. Ihnen den Besuch im Internat für Gehörlose (CERSOM) in Bafoussam zu ermöglichen wäre schon eine super Investition“, so Nico auf dem Felsen.
Nach dem Interview zeigt er mir noch Gebäude, die von CFRASH gebaut wurden, um eine Physiotherapiepraxis zu beherbergen, einerseits für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, andererseits aber auch autonom vom Zentrum als Praxis für die ganze Gemeinde. Das Gebäude sieht sehr gut ausgestattet aus und die Bauqualität ist wirklich gut. „Das einzige Problem ist, dass uns die professionellen Therapeuten fehlen“, so Nico.
Am Nachmittag habe ich ein Interview mit dem Direktor des Zentrums, der die Probleme, die Nico schon angesprochen hat, nochmal bestätigt. Er erzählt aus seinem Leben und vor allem davon, dass er sein gesamtes Erspartes in das Zentrum gesteckt hat, sodass ihm als Rente kaum mehr was übrig bleibt.
Ich rede mit ihm auch über Boris und Rosine und er sagt, dass er sehr glücklich wäre diesen beiden Kindern die Möglichkeit zu geben auf das Internat in Bafoussam zu gehen, da sie einfach lernen würden sich auszudrücken und ihre Isolation in der Gruppe abzulegen lernen.
Da das Zentrum nicht nur ein Atelier für Schmuck und Bambusverarbeitung unterhält, sondern auch ein Integrationsprojekt mitmacht, in dessen Rahmen die Kinder und Jugendlichen des Zentrums zusammen mit professionellen „Kaffeeauslesern“ Bio-Kaffee auslesen, der nach Deutschland exportiert wird. Am Nachmittag gucke ich mir die Auslese an und treffe zufällig den Initiator der ganzen Initiative. Er ist Kameruner, hat aber in Bremen studiert und vor ca. 5 Jahren mit einem deutschen Freund eine Initiative gegründet, die Kleinbauern in der Region um Baham hilft fair entlohnt zu werden, in dem jeder Beteiligte einen angemessenen Anteil am Gesamtprozess bekommt. Im Rahmen dieses Projekts werden eben auch die Behinderten in Nicos Zentrum einbezogen, aber auch Menschen mit Behinderung in Deutschland, wo der Kaffee geröstet, gemahlen und verpackt wird. Ich bin begeistert von der Idee und lasse mir den Kontakt der Firma in Bremen geben.
Am Ende des Tages mache ich noch einen kleinen Rundgang durch das Zentrum, bevor ich mich auf die Reise am nächsten Tag nach Limbé vorbereite. Der Besuch in Baham hat mir sehr viel neues gezeigt und ich hoffe die Aufnahmen sind meinem Eindruck des Zentrums entsprechend gut geworden.
Zumindestens in Baham bin ich mir sehr sicher, dass gesammelte Gelder für sehr gute Zwecke genutzt werden würden und das tut gut!
Beste Grüße mittlerweile aus Limbé und bis die Tage!
Niels
Mittwoch, 25. Februar 2009
Niels' Reiseroute
Hey Ihr Alle!

Am Abend des Konzerts planen wir einen kleinen Film zu zeigen, der alle Projekte hier in Kamerun zeigen soll, die wir unterstützen wollen.
Es wird die nächsten Tage immer mal wieder von mir berichtet, was ich denn genau gemacht und gefilmt habe. Fürs Erste gibts eine kleine Kamerunkarte mit meiner Reiseroute eingezeichnet.
Mit den besten Grüßen!
Niels
Dienstag, 24. Februar 2009
Die Idee
Hey!
Das hier ist die Internetpräsenz einer Idee, die zwei Freunde hatten, um ihr Engagement und Interessen zu nutzen, um Chancen zu geben, wo Chancen rar sind.
Zwei Leute stecken hinter dieser Idee:
Der Eine bin ich, Niels Stoeber, 19 Jahre alt, Abiturient der Gesamtschule Gießen-Ost und zur Zeit „weltwärts“Freiwilliger mit dem DED in Kamerun.
Der Andere ist Robert Laupert, 20 Jahre alt, Musiker („Robert Laupert Trio) und Student an der Musikwerkstatt Frankfurt.
Und das ist die Idee:
Bevor ich im September nach Kamerun kam, hatten Robert und ich die Idee meine Arbeit hier mit seiner Musikbegeisterung zu kombinieren.
Dabei kam heraus, dass wir mit der Kombination wirklich was bewegen könnten, da ich mich mit den anderen DED Freiwilligen hier in Kamerun über ihre Einsatzplätze ausgetauscht hatte.
Sie erzählten mir von interessanten Projekten mit Kindern, von Waisenhäusern, die Aufbauhilfen brauchen oder von einem gehörlosen Jungen, der auf ein Internat für Gehörlose möchte, die Eltern das Geld dafür aber nicht haben. Und ich selbst arbeite in Grundschulen und unterrichte zum Thema Gesundheit und Pubertät und würde gerne ein Schulbuch dafür entwickeln, das dann weiterbenutzt werden kann, auch wenn ich wieder in Deutschland bin.
All diese Projekte wollen Robert und ich jetzt mit einem Benefiz Konzert unterstützen. Wir wollen seine Musik und meine Präsenz hier in Kamerun dazu nutzen Projekten und Menschen Chancen zu geben, die sie sonst nicht hätten.
Das ist unsere Idee.
Wir hoffen Ihnen und Euch gefällt der Blog und vor allem die Idee. Wer mehr Informationen über das Benefiz Konzert, die einzelnen Projekte oder die Möglichkeit zu helfen haben möchte, wendet sich entweder an mich oder an Robert (Adressen findet ihr bei "Kontakt")!
Wir freuen uns über jede Unterstützung! =)
Niels und Robert
Das hier ist die Internetpräsenz einer Idee, die zwei Freunde hatten, um ihr Engagement und Interessen zu nutzen, um Chancen zu geben, wo Chancen rar sind.
Zwei Leute stecken hinter dieser Idee:
Der Eine bin ich, Niels Stoeber, 19 Jahre alt, Abiturient der Gesamtschule Gießen-Ost und zur Zeit „weltwärts“Freiwilliger mit dem DED in Kamerun.
Der Andere ist Robert Laupert, 20 Jahre alt, Musiker („Robert Laupert Trio) und Student an der Musikwerkstatt Frankfurt.
Und das ist die Idee:
Bevor ich im September nach Kamerun kam, hatten Robert und ich die Idee meine Arbeit hier mit seiner Musikbegeisterung zu kombinieren.
Dabei kam heraus, dass wir mit der Kombination wirklich was bewegen könnten, da ich mich mit den anderen DED Freiwilligen hier in Kamerun über ihre Einsatzplätze ausgetauscht hatte.
Sie erzählten mir von interessanten Projekten mit Kindern, von Waisenhäusern, die Aufbauhilfen brauchen oder von einem gehörlosen Jungen, der auf ein Internat für Gehörlose möchte, die Eltern das Geld dafür aber nicht haben. Und ich selbst arbeite in Grundschulen und unterrichte zum Thema Gesundheit und Pubertät und würde gerne ein Schulbuch dafür entwickeln, das dann weiterbenutzt werden kann, auch wenn ich wieder in Deutschland bin.
All diese Projekte wollen Robert und ich jetzt mit einem Benefiz Konzert unterstützen. Wir wollen seine Musik und meine Präsenz hier in Kamerun dazu nutzen Projekten und Menschen Chancen zu geben, die sie sonst nicht hätten.
Das ist unsere Idee.
Wir hoffen Ihnen und Euch gefällt der Blog und vor allem die Idee. Wer mehr Informationen über das Benefiz Konzert, die einzelnen Projekte oder die Möglichkeit zu helfen haben möchte, wendet sich entweder an mich oder an Robert (Adressen findet ihr bei "Kontakt")!
Wir freuen uns über jede Unterstützung! =)
Niels und Robert
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